Ableitungen berechnen und zeichnen
Erste und zweite Ableitung mit vollständigem Rechenweg und gemeinsamem Graphen.
Rechenweg anzeigen
Graphische Darstellung
Blau: f(x) · Orange: f′(x)
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- f″(x)>0: Der Graph ist linksgekrümmt beziehungsweise nach oben geöffnet.
- f″(x)<0: Der Graph ist rechtsgekrümmt beziehungsweise nach unten geöffnet.
- f″(x)=0: Die Stelle kann ein möglicher Wendepunkt sein. Dafür muss sich die Krümmung tatsächlich ändern.
- Trage die Funktion f(x) in das Eingabefeld ein.
- Schreibe Produkte klar mit einem Sternchen, etwa
4*x^2statt4x². - Nutze Klammern, wenn sie für die Reihenfolge der Rechenoperationen wichtig sind, zum Beispiel
(x+1)^2. - Klicke auf „Ableitungen berechnen“.
- Lies die erste und zweite Ableitung ab, öffne bei Bedarf den Rechenweg und vergleiche die Graphen.
- Steigt f(x), liegt f′(x) typischerweise oberhalb der x-Achse.
- Fällt f(x), liegt f′(x) typischerweise unterhalb der x-Achse.
- Hat f(x) einen Hochpunkt oder Tiefpunkt, schneidet oder berührt f′(x) dort die x-Achse.
- Je steiler f(x) verläuft, desto größer ist der Betrag von f′(x).
- Tangentensteigung bestimmen: Zuerst f′(x) bilden, dann den gewünschten x-Wert einsetzen.
- Tangente aufstellen: Neben der Steigung wird der zugehörige Punkt auf dem Funktionsgraphen benötigt.
- Extrempunkte untersuchen: f′(x)=0 lösen und mögliche Stellen mit f″(x) oder einem Vorzeichenwechsel prüfen.
- Monotonie bestimmen: Das Vorzeichen von f′(x) in den jeweiligen Intervallen untersuchen.
- Wendepunkte prüfen: Kandidaten über f″(x)=0 finden und den Krümmungswechsel nachweisen.
- Funktionsverlauf skizzieren: Funktion, erste und zweite Ableitung gemeinsam auswerten.
Ableitungen online berechnen, Rechenweg verstehen und Graphen deuten
Ableitungsrechner: erste und zweite Ableitung berechnen
Dieser Ableitungsrechner hilft dir dabei, zu einer eingegebenen Funktion f(x) die erste Ableitung f′(x) und die zweite Ableitung f″(x) zu bestimmen. Zusätzlich kannst du den Rechenweg anzeigen lassen und die Funktion gemeinsam mit ihren Ableitungen im Graphen betrachten. So erhältst du nicht nur ein Ergebnis, sondern kannst auch nachvollziehen, warum es entsteht und was es für den Verlauf der Funktion bedeutet.
Gib deine Funktion möglichst eindeutig in das Eingabefeld ein, zum Beispiel x^3-4*x^2+2*x+1, sin(x) oder 3*x^2+5. Der Rechner bestimmt anschließend die Ableitungen nach der Variablen x. Besonders praktisch ist die gemeinsame Darstellung: Blau steht für die Ausgangsfunktion f(x), Orange für die erste Ableitung f′(x).
Was sagt eine Ableitung aus?
Die Ableitung beschreibt, wie stark sich eine Funktion an einer Stelle verändert. Anschaulich ist f′(x) die Steigung der Tangente an den Graphen von f. Eine positive erste Ableitung bedeutet: Der Funktionsgraph steigt. Bei einer negativen ersten Ableitung fällt er. Gilt f′(x)=0, besitzt der Graph an dieser Stelle eine waagerechte Tangente.
Die zweite Ableitung f″(x) untersucht, wie sich die Steigung verändert. Sie liefert Informationen über die Krümmung:
Ableitungen sind daher eine zentrale Grundlage der Differentialrechnung. Sie werden unter anderem verwendet, um Steigungen, Extrempunkte, Wendepunkte, Monotonie und Krümmungsverhalten zu untersuchen.
So verwendest du den Rechner
Bei Potenzen ist die Schreibweise x^n üblich. Beispiele sind x^2, x^5 oder (2*x-3)^4. Dezimalzahlen können ebenfalls verwendet werden, beispielsweise 0.5*x^2-3*x. Achte darauf, dass jeder Funktionsterm mathematisch vollständig eingegeben ist.
Die wichtigsten Ableitungsregeln
Der Rechenweg des Ableitungsrechners orientiert sich an den bekannten Ableitungsregeln. Wer diese Regeln versteht, kann die angezeigten Zwischenschritte besser prüfen und eigene Rechnungen sicherer durchführen.
Potenzregel
Für eine Potenz gilt:
(x^n)′ = n*x^(n-1)
Der Exponent wird nach vorne geschrieben und anschließend um eins verringert. Beispiel:
f(x)=x^4f′(x)=4*x^3f″(x)=12*x^2
Faktorregel und Summenregel
Konstante Faktoren bleiben beim Ableiten erhalten. Summen und Differenzen werden Glied für Glied abgeleitet:
(c*f(x))′ = c*f′(x)(f(x)+g(x))′ = f′(x)+g′(x)
Bei f(x)=3*x^3-5*x^2+7*x-4 ergibt sich daher:
f′(x)=9*x^2-10*x+7f″(x)=18*x-10
Die Konstante -4 verschwindet bei der ersten Ableitung, denn konstante Werte ändern sich nicht. Allgemein gilt: (c)′=0.
Produkt-, Quotienten- und Kettenregel
Bei Produkten zweier variabler Terme reicht es nicht aus, beide Faktoren einfach getrennt abzuleiten und zu multiplizieren. Hier gilt die Produktregel:
(u*v)′ = u′*v + u*v′
Für Brüche kommt häufig die Quotientenregel zum Einsatz:
(u/v)′ = (u′*v-u*v′)/v^2
Besteht eine Funktion aus einer äußeren und einer inneren Funktion, etwa (3*x+1)^5, wird die Kettenregel benötigt. Dabei wird die äußere Funktion abgeleitet und mit der Ableitung der inneren Funktion multipliziert:
((3*x+1)^5)′ = 5*(3*x+1)^4*3 = 15*(3*x+1)^4
Gerade bei zusammengesetzten Funktionen ist ein vollständiger Rechenweg hilfreich, weil er sichtbar macht, welche Regel an welcher Stelle angewendet wird.
Beispiel: Ableitung mit Rechenweg
Betrachte die Funktion:
f(x)=2*x^3-3*x^2-12*x+5
Mit der Potenz-, Faktor- und Summenregel wird jeder Term einzeln abgeleitet:
(2*x^3)′=6*x^2(-3*x^2)′=-6*x(-12*x)′=-12(5)′=0
Damit lautet die erste Ableitung:
f′(x)=6*x^2-6*x-12
Nun wird erneut abgeleitet:
f″(x)=12*x-6
Diese Ergebnisse lassen sich direkt interpretieren. Nullstellen von f′(x) sind Kandidaten für Hoch- oder Tiefpunkte der ursprünglichen Funktion. Die Nullstelle von f″(x) ist ein möglicher Wendepunkt. Ob tatsächlich ein Extrem- oder Wendepunkt vorliegt, muss je nach Aufgabenstellung mit weiteren Kriterien geprüft werden.
Graphen von f(x), f′(x) und f″(x) richtig lesen
Die graphische Darstellung macht den Zusammenhang zwischen Funktion und Ableitung deutlich. Schaue zunächst auf den blauen Graphen von f(x) und frage dich: Steigt oder fällt die Funktion? Anschließend überprüfst du den orangefarbenen Graphen von f′(x).
Bei einer Parabel ist dieser Zusammenhang besonders leicht zu erkennen. Für f(x)=x^2 gilt f′(x)=2*x und f″(x)=2. Die Parabel fällt links von x=0, hat bei x=0 eine waagerechte Tangente und steigt rechts davon. Deshalb ist die erste Ableitung links negativ, bei null gleich null und rechts positiv. Da die Parabel überall nach oben geöffnet ist, bleibt die zweite Ableitung positiv.
Typische Aufgaben mit der ersten und zweiten Ableitung
Ein Ableitungsrechner ist nicht nur zum Kontrollieren einer einzelnen Ableitung nützlich. Die Ergebnisse bilden oft den Ausgangspunkt für weitere Aufgaben:
Der Rechner ersetzt dabei nicht die mathematische Begründung in einer Klassenarbeit oder Prüfung. Er ist aber ideal, um Ergebnisse zu kontrollieren, Regeln zu wiederholen und den Zusammenhang im Graphen zu verstehen.
Häufige Fehler beim Ableiten
Ein häufiger Fehler ist, den Exponenten bei der Potenzregel nicht zu verringern. Aus x^3 wird nicht 3*x^3, sondern 3*x^2. Ebenfalls oft vergessen wird, dass konstante Terme die Ableitung 0 haben.
Bei Klammern ist besondere Sorgfalt nötig. Die Ableitung von (x+2)^3 ist nicht nur 3*(x+2)^2, wenn die innere Funktion eine andere Steigung als 1 besitzt. Bei (4*x+2)^3 muss zusätzlich mit der inneren Ableitung 4 multipliziert werden. Außerdem sollte man die Nullstellen von f′ nicht automatisch als Extrempunkte bezeichnen: Sie sind zunächst nur mögliche Extremstellen.
FAQ zum Ableitungsrechner
Was berechnet der Ableitungsrechner?
Er bestimmt zu deiner Funktion die erste Ableitung f′(x) und die zweite Ableitung f″(x). Außerdem kannst du den Rechenweg und eine graphische Darstellung nutzen.
Wie gebe ich eine Funktion richtig ein?
Verwende für Multiplikationen ein *, für Potenzen ein ^ und setze bei zusammengesetzten Termen Klammern. Beispiel: 2*x^3-3*(x-1)^2.
Warum ist die zweite Ableitung wichtig?
Sie beschreibt die Veränderung der Steigung und hilft bei der Untersuchung von Krümmung, Wendepunkten sowie der Art möglicher Extrempunkte.
Warum hat meine Funktion an einer Stelle f′(x)=0?
Dort ist die Tangente waagerecht. Es kann sich um einen Hochpunkt, Tiefpunkt oder auch um einen anderen stationären Punkt handeln. Eine weitere Untersuchung ist notwendig.
Kann ich den Graphen zum Prüfen verwenden?
Ja. Vergleiche besonders steigende und fallende Bereiche von f(x) mit dem Vorzeichen von f′(x). Der Graph unterstützt das Verständnis, ersetzt aber keine exakte Rechnung oder Begründung.