Studium der Wirtschaftsmathematik oder allgemeinen Mathematik: Welche Unterschiede gibt es?
Wer sich für Mathe und Zahlen interessiert, fragt sich nach dem Abitur vielleicht, welche Studienmöglichkeiten es gibt. Zwei beliebte Studiengänge unter Mathegenies und Zahlenjongleuren sind Wirtschaftsmathematik und allgemeine Mathematik. Aber wo liegen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Studiengängen? Wir haben uns beide Bereiche genauer angeschaut.
Das Studium der allgemeinen Mathematik bietet vielversprechende Berufsaussichten
Ein Mathematik-Studium hat nur wenig mit der Mathematik aus der Schule zu tun. Im Vordergrund steht vielmehr das Lösen von Problemen durch mathematische Methoden und Algorithmen. Während des Studiums erwerben Studierende Fachkenntnisse, um naturwissenschaftliche, technische und wirtschaftliche Phänomene mathematisch darzustellen.
Absolventen des Studiengangs allgemeine Mathematik arbeiten häufig bei Banken,Versicherungsunternehmen, in der Marktforschung oder in der Hard- und Softwareentwicklung.
Welche Studieninhalte das Mathematik-Studium ausmachen?
Zu Beginn des Mathematik-Studiums stehen insbesondere die Grundlagen in Bereichen Analysis, Lineare Algebra und Stochastik auf dem Programm. Im weiteren Verlaufs des Studiums kann man sich dann auf bestimmte Gebiete spezialisieren. Dazu gehören z. B. folgende Gebiete:
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Topologie
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Numerik
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Versicherungsmathematik
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Datenstrukturen und Algorithmen
Das nachfolgenden Master-Studium teilt sich häufig in zwei Bereiche
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angewandte
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reine Mathematik
Dabei werden unterschiedliche Kurse aus diesen Gebieten besucht. Eine Spezialisierung erfolgt durch die Wahl von weiteren Modulen. Inhalte dieser können z. B. Themen wie Differentialgleichungen, Finanzmathematik und Wahrscheinlichkeitstheorie sein.
Wie eine Mathematik-Studium abläuft
Ziel vom Mathe-Studium ist es, mathematische Inhalte zu verstehen, herzuleiten und zu beweisen. Hierzu werden nicht nur Tutorien und Vorlesungen besucht, sondern das Wissen im Selbststudium gefestigt und in Hausarbeiten zu Papier gebracht. Am Ende der jeweiligen Lehrveranstaltungen finden die Prüfungen meist in Form von Klausuren statt.
Welche Voraussetzungen für ein Mathe-Studium erfüllt werden müssen?
Bevor es mit dem Studium los geht, wird eine Hochschulzugangsberechtigung benötigt. Diese erhält man z. B. nach Abschluss des Abiturs oder der Fachgebundene Hochschulreife. Auch ist es möglich, ein Studium als Meister eines Berufes zu starten. Je nach Hochschule gibt es für bestimmte Mathematik-Studiengänge einen Numerus clausus (NC). Somit sind diese zulassungsbeschränkt und es wird eine bestimmte Schulabschlussnote benötigt, um das Studium bevorzugt zu beginnen. Reicht die Note nicht aus, müssen Studierende mitunter mehrere Semester lang warten.
Als eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein Mathematik-Studium gilt jedoch, dass sich Studierende für Mathe interessieren und bereits in der Schule gute Noten in diesem Fach hatten. Auch ist eine gewisse Neugier und Ausdauer von Vorteil. Diese werden benötigt, um die Lösung von kniffligen Aufgaben zu ergründen und herzuleiten. Zusätzlich ist es nützlich, analytische und kreative Fähigkeiten vorzuweisen, wenn es darum geht ein mathematisches Phänomen zu entschlüsseln. Zudem ist eine gewisse Kommunikationsstärke sinnvoll, um die entwickelten Lösungen aus der Sprache der Mathematik in die des Anwenders zu übersetzen. Ehrgeiz und Disziplin helfen, die Übrungen und Hausarbeiten mit Bestnoten zu bestehen.
Welche Karriereaussichten das Mathematik-Studium bietet
Um die Berufs- und Karriereaussichten müssen sich Studierende aus dem Fach Mathematik keine Gedanken machen. Die Mathematik zählt zu den sogenannten MINT-Fächern, deren Absolventen als äußerst begehrt auf dem Arbeitsmarkt gelten. Prognosen zufolge steigt der Bedarf an Mathematikern auch in den nächsten Jahren weiter In folgenden Branchen können Mathematiker eingesetzt werden:
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Luft- und Raumfahrt
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Automobilbau
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Bank- und Versicherungswesen
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Logistik
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Bildungssektor
Mathematiker haben demzufolge mehrere Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt eingesetzt zu werden - mit positiven Gehaltsaussichten: Denn immerhin liegt das Durchschnittsgehalt von Berufseinsteigern bei etwa 3.350 Euro brutto pro Monat. Ein erfahrener Mathematiker sogar bis zu 4.800 Euro im Monat verdienen.
Studium der Wirtschaftsmathematik ist auch bei Frauen beliebt
Die Wirtschaftsmathematik ist ein Teilbereich der Mathematik und beschäftigt sich mit dem Lösen wirtschaftlicher Probleme durch den Einsatz mathematischer Methoden. Es geht dabei unter anderem um die Optimierung betrieblicher Abläufe und um die Einschätzung von Risiken im Versicherungsbereich. Neben den Grundlagen der Mathematik stehen bei dieser Studienrichtung insbesondere wirtschaftliche Fächer wie z. B. Controlling, Marketing und Volkswirtschaftslehre (VWL) auf dem Plan.
Welche Studieninhalte das Mathematik-Studium ausmachen?
Unser Wirtschaftssystem wäre ohne Mathematik undenkbar. Geldströme, Inflation, Business- Finanpläne oder Bilanzen – alle diese Dinge bestehen aus Mathematik. Die Wirtschaftsmathematik knüpft hier an, indem sie wirtschaftliche Fragestellungen mit mathematischen Methoden untersucht.
Wie eine Wirtschaftsmathematik-Studium aufgebaut ist
Im Wirtschaftsmathematik-Studium liegt der Fokus nicht mehr, wie noch in der Schule ausschließlich auf der Durchführung von Berechnungen durch die Anwendung von Formeln, vielmehr liegt der Schwerpunkt auf Theorien, Modellen, Beweisen oder Herleitungen. Genaue Themen sind z. B. Statistik, Wahrscheinlichkeitsrechnung, Analyseverfahren, Algorithmen und Modellen. Der Studiengang Wirtschaftsmathematik wird als Bachelor- und Masterstudiengang von unterschiedlichen Universitäten angeboten. Dabei handelt es sich nicht wie z. B. beim Maschinenbau um ein reines “Männerstudium”. Denn immerhin lassen sich rund 50 % Frauen im Studiengang finden.
Welche Voraussetzungen für ein Wirtschaftsmathematik-Studium erfüllt werden müssen?
Insgesamt ist der Beruf des Wirtschaftsmathematikers sehr anspruchsvoll und erfordert sowohl fachliche Kompetenzen als auch bestimmte Soft-Skills. Aufgrund des hohen Anteils an Analysetätigkeiten sollten Wirtschaftsmathematiker darüber hinaus ein gutes Zahlenverständnis sowie eine schnelle Auffassungsgabe mitbringen. Da mathematische Aufgabestellungen häufig knifflig sind, ist zudem ein hohes Maß an Ausdauer und Fleiß gefragt.
Neben Mathekenntnissen sollte auch wirtschaftliches Fachwissen mitgebracht werden. Denn dieses wird beispielsweise im Bankensektor für die Bereiche Finanzierung, Versicherungen und Wertpapiergeschäfte benötigt. Aber auch Kenntnisse in Gebieten wie Softwareentwicklung oder Testmanagement sowie die Beherrschung von verschiedenen Programmiersprachen können von Vorteil sein, denn diese werden von Wirtschaftsmathematikern in der IT-Branche verlangt. Außerdem sind für das Erstellen von Reportings, das Durchführen von Berechnungen oder die Auswertung und Analyse von Statistiken spezielle Computerprogramme nötig. Von Vorteil ist es daher, wenn Studierende von Beginn an Interesse an der Arbeit mit Computern und Software haben.
Welche Karriereaussichten das Wirtschaftsmathematik-Studium bietet
Absolventen der Wirtschaftsmathematik kennen sich nach ihrem Studium in zwei Welten aus: Zum einen beherrschen sie komplexe Kenntnisse aus Mathematik und Wirtschaft. Diese Vielfalt wird auf dem Arbeitsmarkt gerne gesehen. Dementsprechend ist auch das gehalt attraktiv. Jedoch richtet sich dieses nach Branche. Beispielsweise verdienen Wirtschaftsmathematiker, die z. B. als Risikoanalysten tätig sind jährlich rund 55.000 Euro brutto. Risikocontrollern erhalten dagegen ein Jahresdurchschnittsgehalt von rund 61.000 Euro.
Nicht alle Studierende sind sofort auf ein Mathe- oder Wirtschaftsmathematik-Studium vorbereitet. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann Vorkurse besuchen, die von den Hochschulen angeboten werden. Diese finden jedoch meist in größeren Gruppen statt. Ein individueller Online-Kurs kann hier Abhilfe schaffen.
Tags: Online-Rechner, Mathe-Löser